Container mieten

Zuletzt geprüft: Wie wir prüfen

Ein Container ist die Antwort, wenn die kostenlosen Wege der Stadt nicht mehr reichen. Er ist aber selten die günstige Antwort — und fast nie die schnelle.

Größen, Preise, Genehmigung

Absetzcontainer
3–10 m³

Gängig sind 3, 5, 7 und 10 m³. Der übliche Weg für überschaubare Mengen und für schwere Abfälle.

Stand: 10. September 2026

Abrollcontainer
7–35 m³

Einzelne Anbieter bis 40 m³. Vor allem für leichte Abfälle wie Sperrmüll und Gewerbeabfall.

Stand: 10. September 2026

Bauschutt und Erdaushub
höchstens 7 m³

Gewichtsgrenze, nicht Volumengrenze — schweres Material ist auch in einer größeren Mulde nicht transportierbar.

Stand: 10. September 2026

Sperrmüll, gemischt
ab rund 45 € je m³

Übliche Spanne 40 bis 90 € je m³, je nach Region und Anbieter.

Stand: 10. September 2026

Regionale Spanne
bis zu 40 %

Derselbe Container kostet je nach Region erheblich unterschiedlich. Bundesweite Preisangaben taugen deshalb nur als grobe Orientierung.

Stand: 10. September 2026

Stellgenehmigung
je Kommune verschieden

Auf öffentlichem Grund ist eine Sondernutzungserlaubnis nötig. Die Gebühr setzt jede Kommune selbst fest, üblich sind 80 bis 200 € je Woche, mit zwei bis vier Wochen Vorlauf.

Stand: 10. September 2026

Angaben mit Stand vom 10. September 2026. Containerpreise schwanken regional um bis zu 40 Prozent, und die Gebühr für die Stellgenehmigung setzt jede Kommune selbst fest. Die Zahlen hier sind Orientierung, kein Angebot.

Ab wann sich die Frage überhaupt stellt

Solange Ihre Menge in die kostenlosen Wege passt — 2 m³ je Tag am Münchner Wertstoffhof, 4 m³ je Anlieferung in Nürnberg und Leipzig, eine kostenlose Abholung in Duisburg — brauchen Sie keinen Container.

Interessant wird er erst darüber. Eine geräumte Dreizimmerwohnung ergibt rund 38 Kubikmeter. Das passt in keinen der gängigen Absetzcontainer mit 3 bis 10 Kubikmetern und braucht entweder einen großen Abrollcontainer oder mehrere Fuhren.

Vor der Bestellung: Schätzen Sie Ihr Volumen, bevor Sie eine Größe wählen. Ein zu kleiner Container bedeutet eine zweite Anfahrt, und die wird berechnet.

Sortenreinheit schlägt Größe

Der Preis hängt weniger an der Größe als daran, was drin ist. Sortenreiner Bauschutt lässt sich günstig verwerten. Sobald Holz, Kunststoff oder Restmüll dazwischenliegen, gilt die Ladung als Baumischabfall und muss aufwendig getrennt werden — derselbe Container kostet dann ein Vielfaches.

Daraus folgt eine unangenehme Konsequenz für Renovierungen: Bauschutt darf ohnehin nur in Container bis 7 Kubikmeter, weil er zu schwer ist. Wer gleichzeitig Sperrmüll loswerden will, braucht also meist zwei Container — und sollte sie nicht mischen.

Auf öffentlichem Grund: die Sondernutzungserlaubnis

Sobald der Container öffentlichen Verkehrsraum beansprucht, brauchen Sie eine Sondernutzungserlaubnis — unabhängig davon, wie kurz er dort steht. Zuständig sind Straßenverkehrsbehörde oder Ordnungsamt.

Die Gebühr legt jede Kommune selbst fest; eine einheitliche Regelung gibt es nicht. Üblich sind 80 bis 200 Euro je Woche, dazu Bearbeitungsgebühren und gegebenenfalls eine Halteverbotszone. Rechnen Sie mit zwei bis vier Wochen Vorlauf, in Großstädten mit mehr — in Berlin kann die Bearbeitung bis zu drei Monate dauern.

Steht der Container vollständig auf Ihrem eigenen Grundstück, entfällt das alles. Das ist der Grund, warum dieselbe Bestellung im Reihenhaus deutlich billiger ist als in der Innenstadt.

Rechnet sich das gegenüber einer Firma?

Nur mit eigener Arbeitskraft. Bei rund 45 Euro je Kubikmeter kostet eine geräumte Dreizimmerwohnung mit 38 Kubikmetern etwa 1.700 Euro allein an Containerkosten — bevor irgendjemand etwas getragen hat. Firmenangebote für dieselbe Wohnung liegen je nach Stadt zwischen 600 und 2.500 Euro, Arbeit inbegriffen.

Ein Container lohnt sich also bei sortenreinem Material, vorhandener Arbeitskraft und genug Zeit — typischerweise bei einer Renovierung. Für eine Wohnungsauflösung unter Zeitdruck ist er meist die teurere Variante mit mehr Aufwand.

Bevor Sie bestellen

  • Volumen geschätzt und Größe danach gewählt Eine zweite Anfahrt wird berechnet.
  • Abfallart geklärt und sortenrein geplant Baumischabfall kostet ein Vielfaches von sortenreinem Bauschutt.
  • Bei Bauschutt: höchstens 7 m³ eingeplant
  • Stellplatz geprüft — eigenes Grundstück oder öffentlicher Raum
  • Sondernutzungserlaubnis beantragt, falls öffentlich Zwei bis vier Wochen Vorlauf, Gebühr je Kommune verschieden.
  • Standzeit vereinbart und Kosten für Überschreitung erfragt
  • Mindestens drei Angebote verglichen Die regionale Spanne beträgt bis zu 40 Prozent.

Häufige Fragen

Welche Containergröße brauche ich?

Das hängt am Volumen, nicht an der Wohnungsgröße. Eine normal möblierte Dreizimmerwohnung ergibt geräumt rund 38 Kubikmeter — das ist mehr, als in den gängigen Absetzcontainer mit 3 bis 10 Kubikmetern passt, und erfordert entweder einen großen Abrollcontainer oder mehrere Fuhren. Schätzen Sie Ihr Volumen, bevor Sie bestellen; ein zu kleiner Container bedeutet eine zweite Anfahrt, und die wird berechnet.

Warum darf Bauschutt nur in kleine Container?

Wegen des Gewichts, nicht des Volumens. Bauschutt und Erdaushub sind so schwer, dass sie in der Regel nur bis 7 Kubikmeter angeboten werden — eine größere Mulde wäre beladen nicht mehr transportierbar. Wer Bauschutt und Sperrmüll gleichzeitig loswerden will, braucht deshalb meist zwei Container.

Was macht einen Container teuer?

Die Sortenreinheit, stärker als die Größe. Sortenreiner Bauschutt lässt sich günstig verwerten; sobald Holz, Kunststoff oder Restmüll dazwischenliegen, gilt die Ladung als Baumischabfall und muss aufwendig getrennt werden — derselbe Container kostet dann ein Vielfaches. Ein 5-Kubikmeter-Container Baumischabfall liegt bei rund 180 bis 250 Euro.

Brauche ich eine Genehmigung für den Container?

Sobald er öffentlichen Verkehrsraum beansprucht, ja — unabhängig davon, wie kurz. Nötig ist eine Sondernutzungserlaubnis, erteilt von der Straßenverkehrsbehörde oder dem Ordnungsamt. Die Gebühr legt jede Kommune selbst fest; üblich sind 80 bis 200 Euro je Woche. Planen Sie zwei bis vier Wochen Vorlauf ein, in Großstädten mehr. Steht der Container vollständig auf Ihrem eigenen Grundstück, brauchen Sie nichts.

Lohnt sich ein Container gegenüber einer Entrümpelungsfirma?

Nur wenn Sie die Arbeit selbst machen. Bei rund 45 Euro je Kubikmeter kostet eine geräumte Dreizimmerwohnung mit 38 Kubikmetern etwa 1.700 Euro allein an Containerkosten — ohne dass jemand etwas getragen hätte. Firmenangebote für dieselbe Wohnung liegen je nach Stadt zwischen 600 und 2.500 Euro inklusive Arbeit. Ein Container rechnet sich also bei sortenreinem Material, eigener Arbeitskraft und genug Zeit; als Abkürzung ist er keine.

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