Sperrmüll im Städtevergleich
Zuletzt geprüft: Wie wir prüfen
Dieselbe geräumte Wohnung kostet in Duisburg nichts, in Dresden 294 Euro, in München 810 und in Karlsruhe rund 1.500. Nicht weil die eine Stadt teurer ist als die andere, sondern weil sie völlig verschiedene Modelle haben.
| Stadt | Selbst anliefern | Abholen lassen | Vorlauf |
|---|---|---|---|
| München | 19 Fahrten à 2 m³ | 810 € | 1–2 Wochen |
| Nürnberg | 10 Fahrten à 4 m³ | kostenlos, 1× im Jahr | 4–6 Wochen |
| Duisburg | haushaltsübliche Mengen | kostenlos | rund 14 Tage |
| Köln | haushaltsübliche Mengen | 13 Termine, kostenlos | rund 3 Wochen |
| Augsburg | haushaltsübliche Mengen | kostenlos | mehrere Wochen empfohlen |
| Bonn | haushaltsübliche Mengen | 8 Termine, davon 4 je Jahr kostenlos | nach Terminlage |
| Mannheim | 10 Fahrten à 4 m³ | 10 Termine, davon 2 je Jahr kostenlos | bis zu 30 Werktage |
| Mainz | haushaltsübliche Mengen | 13 Termine, davon 2 je Jahr kostenlos | nach Terminlage |
| Hannover | 38 Fahrten à 1 m³ | kostenlos | Express am nächsten Werktag |
| Wuppertal | haushaltsübliche Mengen | kostenlos, 4× im Jahr | feste Abfuhrtermine |
| Leipzig | 10 Fahrten à 4 m³ | 10 × 25 € = 250 € | mindestens 5 Wochen |
| Karlsruhe | 76 × 25 € = 1.900 € | 10 Termine, davon 2 je Jahr kostenlos | Termin aus drei Vorschlägen |
| Dresden | 10 × 29,37 € = 293,70 € | 10 × 29,37 € = 293,70 € | rund 4 Wochen |
Die Referenzmenge von 38 Kubikmetern entspricht einer normal möblierten Dreizimmerwohnung. Für Ihre eigene Wohnung lässt sich das vorab schätzen — die Tabelle rechnet dort mit Ihrer Zahl.
Derselbe Aufwand, in jeder Stadt anders
Die Tabelle zeigt, was die Städte verlangen. Was sie von Ihnen verlangen, zeigt diese Gegenüberstellung: wie oft Sie überhaupt losfahren oder einen Termin vereinbaren müssen, um dieselbe Wohnung auf dem jeweils günstigsten Weg loszuwerden.
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19 Fahrten Wertstoffhof , 2 m³ je Fahrt
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13 Termine AWB-Abholung , 3 m³ je Termin
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13 Termine KAW-Abholung , 3 m³ je Termin
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10 Fahrten Wertstoffhof , 4 m³ je Fahrt
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10 Fahrten Wertstoffhof , 4 m³ je Fahrt
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10 Fahrten Wertstoffhof , 4 m³ je Fahrt
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10 Abholungen Sperrmüll auf Abruf , 4 m³ je Abholung — nur 2 Abholungen je Jahr kostenfrei
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10 Abholungen Abholung oder Wertstoffhof , 4 m³ je Abholung — 29,37 € je Abholung, kein kostenfreier Weg
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8 Termine bonnorange-Abholung , 5 m³ je Termin
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1 Abholung Abholung , ohne Mengengrenze
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1 Abholung AWS-Abholung , ohne Mengengrenze
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1 Abholung aha-Abholung , ohne Mengengrenze
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nicht in m³ bestimmt Abfuhrtermin , Grenze je Termin: eine Zimmereinrichtung
Bezugsmenge 38 m³ — eine normal möblierte Dreizimmerwohnung. Für Ihre Wohnung schätzen. Gezählt wird jeweils der günstigste Weg. Wo auch dieser Geld kostet oder nur begrenzt oft zur Verfügung steht, ist das in der Zeile vermerkt.
Sieben Modelle, nicht dreizehn Preise
Der eigentliche Unterschied ist nicht die Höhe der Gebühr, sondern wie sie überhaupt zustande kommt:
- München — jede Abholung kostet. 50 € Anfahrt plus 20 € je angefangenem Kubikmeter, ohne Freimenge. Kostenlos ist nur die Selbstanlieferung, und die ist auf 2 m³ pro Tag begrenzt.
- Nürnberg — einmal im Jahr gratis. Dafür vier bis sechs Wochen Wartezeit, und mitgenommen wird ausschließlich, was vorher angemeldet wurde.
- Duisburg — kostenlos, ohne Deckel. Keine Jahresgrenze, keine Kubikmetergrenze. Bezahlt wird nur das Heraustragen aus der Wohnung; ab Straßenrand ist es umsonst.
- Köln — kostenlos, aber portioniert. 3 m³ je Termin, Elektrogeräte brauchen einen eigenen. Bei 38 m³ sind das dreizehn Termine mit je rund drei Wochen Vorlauf.
- Leipzig — Wertmarken. 25 € für 4 m³ ab Straßenrand, 50 € für dieselbe Menge aus der Wohnung. Die einzige Stadt, die den Preis fürs Heraustragen offen beziffert.
- Karlsruhe — zweimal im Jahr frei, danach teuer. Zwei Abholungen à 4 m³ kostenlos, darüber 25 € je angefangenem halben Kubikmeter an der Wertstoffstation. Wer mit halb beladenem Anhänger vorfährt, zahlt für die volle Einheit. Für eine ganze Wohnung ist das der teuerste Weg in dieser Tabelle.
- Dresden — gar nichts umsonst. 29,37 € je 4 m³, ob abgeholt oder selbst gebracht; kostenlos nimmt der Wertstoffhof nur sortierte Wertstoffe. Die einzige Stadt ohne kostenlosen Weg — und auf die ganze Wohnung gerechnet trotzdem die günstigste.
Kostenlos ist nicht gleich machbar
Leipzig ist billig und langsam: 25 Euro je Wertmarke, aber mindestens fünf Wochen Vorlauf je Abholung — bei zehn Marken ein Zeitplan über Monate. Köln ist kostenlos und noch unpraktischer, weil dreizehn Termine à drei Wochen niemand innerhalb einer Kündigungsfrist unterbringt. Duisburg ist beides zugleich: kostenlos und meist binnen vierzehn Tagen, mit sofort sichtbaren Terminen.
Wer nach einem Todesfall räumt, hat zwischen Kündigung und Übergabe typischerweise drei Monate. Das reicht in Duisburg bequem, in München nur mit Fahrzeug und Zeit, in Köln und Leipzig für die kostenlosen Wege praktisch gar nicht.
Was das für ein Angebot bedeutet
Entsorgungsgebühren landen unverändert in Ihrer Rechnung. Ein Angebot für dieselbe Wohnung ist in München zwangsläufig höher als in Duisburg, und das ist kein Aufschlag des Betriebs, sondern die Satzung der Stadt.
Umgekehrt gilt: Wo die Abholung kostenlos ist, sollten Sie genau hinsehen, wofür Sie eine Firma bezahlen. In Duisburg kaufen Sie im Wesentlichen Trägerleistung und Terminsicherheit — nicht Entsorgung.
Häufige Fragen
In welcher Stadt ist die Sperrmüllentsorgung am günstigsten?
Duisburg — dort ist die Abholung kostenlos, ohne Kubikmetergrenze und ohne Begrenzung auf eine Abholung pro Jahr; bezahlt wird nur das Heraustragen aus der Wohnung. Am teuersten ist Karlsruhe: Nur zwei Abholungen im Jahr sind frei, jeder weitere Kubikmeter kostet an der Wertstoffstation 50 Euro, zusammen rund 1.500 Euro für eine geräumte Dreizimmerwohnung. Die teuerste Abholung hat München mit 50 Euro Anfahrt plus 20 Euro je angefangenem Kubikmeter, also 810 Euro für dieselben 38 Kubikmeter.
Warum unterscheiden sich die Regeln so stark?
Weil Abfallwirtschaft kommunale Aufgabe ist. Jede Stadt beschließt ihre eigene Abfallgebührensatzung, und die Modelle unterscheiden sich nicht nur in der Höhe, sondern in der Struktur: Manche Städte finanzieren die Abholung über die laufenden Abfallgebühren und stellen sie deshalb kostenlos, andere rechnen sie einzeln ab. Bundesweite Durchschnittswerte sind hier deshalb wertlos.
Ist die Selbstanlieferung immer kostenlos?
Nein — in den meisten Städten ja, in zwei nicht. Wo sie kostenlos ist, gilt sie für haushaltsübliche Mengen und gegen Nachweis des Wohnsitzes; die Unterschiede liegen dann in der Menge je Fahrt, etwa 2 Kubikmeter pro Tag in München gegenüber 4 Kubikmetern pro Anlieferung in Nürnberg und Leipzig. Die Ausnahmen sind Karlsruhe, wo Sperrmüll an der Wertstoffstation 25 Euro je angefangenem halben Kubikmeter kostet, und Dresden, wo der Wertstoffhof dieselbe Gebühr verlangt wie die Abholung. In beiden Städten spart die eigene Fahrt kein Geld.
Was ist wichtiger — der Preis oder die Vorlaufzeit?
Bei einer Wohnungsübergabe fast immer die Vorlaufzeit. Leipzig verlangt mindestens fünf Wochen, Nürnberg vier bis sechs, Köln rund drei; Duisburg holt meist binnen vierzehn Tagen ab und zeigt freie Termine sofort an. Eine kostenlose Abholung, die erst nach dem Übergabetermin kommt, ist wertlos — und genau daran scheitert der günstige Weg in der Praxis am häufigsten.
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