Wohnungsauflösung in München
Zuletzt geprüft: Wie wir prüfen
Der teuerste Irrtum bei einer Münchner Wohnungsauflösung ist die Annahme, die Sperrmüllabholung sei kostenlos. Sie ist es nicht — kostenlos ist nur der Weg, den kaum jemand einplant.
Entsorgung in München
- Sperrmüllabholung des AWM
- 50 € + 20 € je m²
Anfahrtspauschale 50,00 € plus 20,00 € pro angefangenem Kubikmeter. Die Abholung ist entgegen einer verbreiteten Annahme nicht kostenlos.
- Selbstanlieferung am Wertstoffhof
- 2 m³ pro Tag kostenlos
Je Person und Tag, gegen Nachweis des Münchner Wohnsitzes — Personalausweis, Gebührenbescheid oder Meldebescheinigung.
- Wartezeit auf einen Abholtermin
- 1–2 Wochen
Ab Auftragseingang. Der genaue Termin wird rund drei Tage vorher telefonisch mitgeteilt, abgeholt wird montags bis freitags zwischen 7.30 und 14 Uhr.
- Wunschtermin
- derzeit nicht möglich
Die Terminabholung kostet regulär 55,00 € zusätzlich, wird aber aktuell nicht angeboten. Wer auf ein festes Datum angewiesen ist, muss privat beauftragen.
- Überschreiten der Tagesmenge
- keine Teilabladung
Wer mit mehr als 2 m³ vorfährt, darf nicht einfach die zulässige Menge abladen. Größere Mengen nehmen die Wertstoffhöfe plus in Freimann und Langwied gegen Gebühr an.
19 Fahrten à 2 m³
Je Person und Tag — die Grenze setzt sich täglich zurück, nicht je Anlieferung. Kostenlos, aber über mehrere Wochen verteilt.
Bezugsmenge 38 m³ — eine normal möblierte Dreizimmerwohnung. Für Ihre Wohnung schätzen.
Angaben mit Stand vom 9. September 2026. Gebühren ändern sich mit der Abfallgebührensatzung, und die Wartezeit auf einen Abholtermin schwankt mit der Nachfrage. Prüfen Sie beides, bevor Sie kalkulieren.
Zwei Wege, ein großer Preisunterschied
Der AWM bietet beides an, und die Konditionen könnten unterschiedlicher kaum sein:
- Abholung vor der Haustür — 50,00 € Anfahrtspauschale plus 20,00 € je angefangenem Kubikmeter. Wartezeit ein bis zwei Wochen, Termin telefonisch rund drei Tage vorher, Abholung werktags zwischen 7.30 und 14 Uhr.
- Selbstanlieferung am Wertstoffhof — bis zu 2 m³ je Person und Tag gebührenfrei, gegen Nachweis des Münchner Wohnsitzes.
Was das konkret bedeutet: Eine leergeräumte Dreizimmerwohnung ergibt bei normaler Möblierung rund 38 Kubikmeter. Über die Abholung sind das 50 € Anfahrt plus 760 € Volumengebühr, zusammen 810 €. Über den Wertstoffhof sind es neunzehn Fahrten an verschiedenen Tagen — und null Euro.
Die Rechnung geht allerdings nur auf, wenn Sie ein Fahrzeug haben und die Übergabe nicht unter Zeitdruck steht. Genau daran scheitert es bei einer Haushaltsauflösung nach einem Todesfall regelmäßig: Die Frist zur Wohnungsübergabe läuft, und zehn Fahrten über zwei Wochen sind dann keine Option.
Der Wunschtermin fehlt gerade
Der AWM bietet regulär eine Terminabholung zum Wunschdatum für 55,00 € Aufpreis an. Diese Leistung ist derzeit nicht verfügbar.
Das ist genau die Lücke, in der private Anbieter arbeiten. Der AWM sagt es selbst: Private Dienstleister sind zeitlich flexibler — auch abends und am Wochenende — „aber meistens auch deutlich teurer“. Wenn Sie ein festes Übergabedatum haben, kaufen Sie bei einer Firma nicht in erster Linie Arbeitskraft, sondern Terminsicherheit. Das ist legitim; Sie sollten nur wissen, wofür Sie zahlen.
Was eine Wohnungsauflösung in München kostet
| Kennzahl | Betrag |
|---|---|
| Günstigstes Angebot | 480 € |
| Durchschnitt | 1.277 € |
| Teuerstes Angebot | 2.340 € |
| Verhältnis teuerstes zu günstigstem | Faktor 4,9 |
Marktübliche Spannen für Münchner Objekte, Stand 2026. Als grobe Orientierung werden rund 600 € je Zimmer genannt. Die Werte enthalten die Entsorgungsgebühren, die je nach Menge einen erheblichen Anteil ausmachen.
Drei Faktoren treiben den Preis in München stärker als anderswo: keine Parkmöglichkeit vor dem Haus, enge Treppenhäuser und fehlende Aufzüge. Alle drei erhöhen die Trage- und Ladezeit, und alle drei kann ein Anbieter nur einschätzen, wenn er die Wohnung gesehen hat.
Vorher aussortieren senkt die Rechnung
Der AWM empfiehlt, vor der Entsorgung zu verkaufen oder zu verschenken. Gut erhaltene Gegenstände nimmt Halle 2, der Gebrauchtwarenbetrieb des AWM, über die Wertstoffhöfe an. Getrennt zu entsorgen sind ohnehin Elektroschrott, Problemstoffe, Bauschutt, Gartenabfälle und Metalle.
Jeder Kubikmeter, der vorher weg ist, kostet hinterher weder Anfahrt noch Volumengebühr noch Arbeitszeit einer Firma.
Haushaltsauflösung nach einem Todesfall
Der Unterschied ist nicht nur sprachlich: Bei einer Wohnungsauflösung wird geräumt, bei einer Haushaltsauflösung wird der Haushalt danach nicht fortgeführt. Dann kommen Wertanrechnung, Aktenvernichtung und die besenreine Übergabe an den Vermieter hinzu — und ein Zeitfenster, das nicht Sie bestimmen.
Nach dem Tod des Mieters läuft die Kündigungsfrist drei Monate zum Monatsende. In München ist das komfortabel: Die kostenpflichtige Abholung kommt binnen ein bis zwei Wochen, und die 19 Fahrten zum Wertstoffhof lassen sich über die Frist verteilen, wenn ein Fahrzeug da ist. München ist damit eine der wenigen Städte, in denen der kostenlose Weg auch nach einem Todesfall realistisch bleibt.
Bevor Sie ein Angebot unterschreiben
- Geprüft, ob Selbstanlieferung zeitlich machbar ist 2 m³ je Person und Tag, kostenlos.
- Verwertbares vorab verkauft, verschenkt oder zu Halle 2 gebracht
- Elektroschrott, Problemstoffe und Bauschutt getrennt eingeplant
- Festpreis nach Besichtigung, nicht Schätzung nach Telefonat
- Wertanrechnung schriftlich beziffert
- Entsorgungsnachweis im Angebot zugesagt Sonst tragen Sie das Risiko einer illegalen Entsorgung mit.
- Besenreine Übergabe ausdrücklich im Leistungsumfang
- Mindestens drei Angebote eingeholt und Positionen einzeln verglichen
Häufige Fragen
Ist die Sperrmüllabholung in München kostenlos?
Nein. Der AWM berechnet eine Anfahrtspauschale von 50,00 Euro und zusätzlich 20,00 Euro je angefangenem Kubikmeter. Kostenlos ist ausschließlich die Selbstanlieferung: Bis zu 2 Kubikmeter Sperrmüll pro Person und Tag nehmen die Wertstoffhöfe gebührenfrei an, gegen Nachweis des Münchner Wohnsitzes. Die Verwechslung ist teuer — bei einer typischen Dreizimmerwohnung liegen zwischen beiden Wegen mehrere hundert Euro.
Lohnt sich die Selbstanlieferung?
Das hängt an Menge, Fahrzeug und Zeit. Zwei Kubikmeter entsprechen ungefähr einer Kombiladung. Eine leergeräumte Dreizimmerwohnung ergibt bei normaler Möblierung rund 38 Kubikmeter — das wären neunzehn Fahrten an verschiedenen Tagen. Wer ein Fahrzeug hat und die Wohnung nicht unter Zeitdruck übergeben muss, spart damit den kompletten Entsorgungsanteil. Wer beides nicht hat, rechnet mit der Abholung oder beauftragt eine Firma.
Was kostet eine Wohnungsauflösung in München?
Marktüblich sind 480 bis 2.340 Euro, im Mittel rund 1.277 Euro; als grobe Orientierung werden etwa 600 Euro je Zimmer genannt. In München wirken drei Faktoren stark preistreibend: fehlende Parkmöglichkeit vor dem Haus, enge Treppenhäuser und fehlende Aufzüge. Ein Angebot ohne Besichtigung kann diese Faktoren nicht kennen und ist deshalb keine belastbare Zusage.
Was ist eine Wertanrechnung?
Brauchbare Möbel, Elektrogeräte oder Antiquitäten, die beim Ausräumen auftauchen, werden begutachtet und auf den Preis angerechnet. Das senkt die Rechnung oft spürbar. Lassen Sie sich die Anrechnung schriftlich beziffern, bevor Sie unterschreiben — eine mündliche Zusage, man werde „schon etwas gutschreiben“, ist keine.
Was muss getrennt entsorgt werden?
Elektroschrott, Problemstoffe, Bauschutt, Gartenabfälle und Metalle gehören nicht in den Sperrmüll und werden getrennt angenommen. Gut erhaltene Gegenstände nimmt außerdem Halle 2, der Gebrauchtwarenbetrieb des AWM, über die Wertstoffhöfe an. Wer vorher aussortiert, verkleinert die kostenpflichtige Restmenge.
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